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    Aston Martin DB4: Balsam für Gasfuß und Seele

    Tags: Aston Martin | Heckantrieb | Oberklasse

    Aston Martin Oldtimer stehen bei Sammlern hoch im Kurs und sind im ordinären Straßenverkehr kaum anzutreffen. Umso erfreulicher, dass wir einen prächtigen Aston Martin DB4 vor die Linse bekamen.

    Die Speichenräder an diesem Aston Martin DB4 sind mittlerweile kein Symbol für Sportlichkeit mehr, die große Lufthutze schon ©autorild.de
    Der Aston Martin DB4 war für all jene bestens situierten Zeitgenossen der ideale Grand Tourer, sollte sich dem persönlichen Geschmack gemäß ein Rolls-Royce oder Bentley Continental als zu wuchtig und ein Jaguar als zu wenig erlaucht erweisen.

    Aston Martin hatte den DB4 nur von 1958 bis 1963 im Programm, gefolgt „James Bond“-Aston Martin DB5. Dennoch reichten die sechs Jahre, um den Flitzer in fünf regulären Serien sowie als Aston Martin DB4 GT, Vantage oder Vantage GT an den gut betuchten Mann zu bringen. Letztere drei Varianten fanden 100 Kunden, die Serienmodelle setzte Aston Martin 1.110 Mal ab.
    Die sachlich-unaufdringliche Karosserie-Gestaltung des DB4 war ein ganz großer Wurf ©autorild.de

    Aston Martin bewies beim DB4 erlesenen Geschmack

    Vorliegender Aston Martin DB4 dürfte der ersten Serie angehören: Die Türfenster kommen noch ohne Rahmen, der Kühlergrill-Einsatz im engen Netzmuster und nicht im heute noch verwendeten Lamellen-Stil. Von diesen Kleinigkeiten abgesehen, begründete dieser 224 km/h schnelle Aston Martin Oldtimer wesentlich die Kernwerte der Marke: Sportlicher Auftritt in sehr geschmackvollem, unaufdringlichem Kleid. Hier besteht es aus auf einem Stahlgerippe befestigten Aluminiumblechen, worauf Aston Martin beim DB4 mit dem Schriftzug „Superleggera“ hinwies. Die hintere Starrachse war indes weit weniger innovativ, auch wenn selbst Ferrari und Maserati noch auf sie setzten.
    Aston Martin-Besitzer David Brown steuerte seine Initialen der Modellbezeichnung bei ©autorild.de

    Der Aston Martin DB4 war schnell, aber nie rasant

    Bei diesem DB4 sorgte ein 3,6 l großer Vollaluminium-Reihensechser für Vortrieb, der mit 240 PS und 9,3 Sekunden für den Sprint von 0 auf 96 km/h allerdings nicht außerordentlich viel leistete. Angesichts der Aston Martin Preise von rund 3.967 £ eigentlich sogar eine Enttäuschung: Jaguar XK und E-Type kosteten etwas mehr als halb so viel und zeigten – zumindest den regulären – Aston Martin DB4 beim Sprint nach Belieben die Rücklichter. Dank rundum verbauter Scheibenbremsen und einer Zahnstangenlenkung konnte dieses Aston Martin Modell aber bestens Stoppen. Wünschen wir also auch diesem Besitzer, seine Kostbarkeit immer rechtzeitig zum Stehen zu bringen.