Oben ohne

Der Berry Mini T4 sieht nicht unbedingt so wie der typische VW Buggy á la Meyers Manx oder Apal Jet aus. Doch wie seine spaßorientierten Stallgenossen trägt der auch der Mini T4 ein Käfer-Chassis unterm GFK-Kleid. 

Die konkave Windschutzscheibe kennzeichnete alle Berry Fiberglass Buggies ©autorild.de

Ja, so ein klassischer T-Bucket Rod wär’ schon schön. Aber nicht unbedingt geeignet,

mit den Buggy-Kollegen auf Sand und Strand Schritt zu halten. Das Unternehmen Berry Fiberglass aus Long Beach hatte die Lösung parat, lag sie doch unglaublich nahe. In den 60er Jahren fertigten die Kalifornier unter anderem lichtdurchlässige Garagentore aus Aluminium und Fiberglas. Aus zweitem Werkstoff formten sie neben speziellen Schalensitzen auch für eine Reihe Teile für Hot Rod-Enthusiasten mit einer Vorliebe fürs Ford Model T. Kurzerhand wurde beschlossen, in diesem Stil ein Buggy-Bodykit herzustellen. So feierte der kurze Berry Mini T als einer der ersten dieser Art mit dem wie für einen VW Buggy üblich um 14,5 Zoll gekürzten Käfer-Chassis Premiere. 

Der Berry Mini T4 greift die Form des Ford Model T auf ©autorild.de

Der Berry Mini T4 brachte die Nachahmer auf den Plan

Der zweisitzige Mini T wies über dem Motor ein kleines Pickup-Ladebett auf. Der Berry Mini T4 sollte sich in vielen Punkten deutlich abheben. So hat der Mini T4 zunächst einmal statt des Ladebettes eine zweite Sitzreihe und baut darüber hinaus auf dem ungekürzten, 240 cm langen Käfer-Chassis. Des Weiteren verlaufen die vorderen Kotflügel direkt bis in ihre hinteren Pendants. Viele Mitbewerber kopierten den Mini T-Stil, so etwa der Action Roadster, der Dolphin Industries Mod T, der Gold Bug, der Sand Rover T und der Tuff Tub. Das konvex gebogene Armaturenbrett und die entsprechend unten konkav eingeschnittene Windschutzscheibe blieben jedoch Erkennungszeichen der originalen Berry Buggies.

Kein Reserverad: Im Heck trägt der VW Buggy den Motor ©autorild.de

Auch am VW Buggy nagt der Zahn der Zeit

Eine lange Karriere war dem Berry Mini T4 wie so manch anderem VW Buggy nicht vergönnt, seine Karosserie wurde lediglich 1969 bis 1970 offeriert. Eine passende Bühne fand der Wagen im Hot VW Magazin, das ihn im April 1970 präsentierte. Knapp 50 Jahre später steht der laminierte Traum einer Generation am Bürgersteig, angezählt, aber längst nicht am Ende. Das einst gewiss nicht unattraktive beige Vinyl-Interieur ist in Mitleidenschaft gezogen und bedarf etwas Zuwendung, die Karosserie ebenfalls. Der sich markant hinter einem reserverad-artig anmutendem Cover versteckende Boxermotor des Mini T4 punktet mit ansehnlichem Auspuff und unproblematischer Instandhaltung. Läuft und läuft und läuft.

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